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Foto: Lima Pix, via flickr.com

Die Landwirtschaft, wie sie viele aus Bilderbüchern ihrer Kindheit kennen, gibt es längst nicht mehr. Von Drohnen über unbemannte Landmaschinen bis hin zur digitalen Ackerschlagkartei via Smartphone hat sich so einiges verändert. Für viele Landwirte ist High-Tech längst zu einem normalen und essenziellen Bestandteil ihres Arbeitsalltags geworden. Ein Beweis gefällig? Im Jahr 2014 gaben Bauern in Deutschland über 5,4 Milliarden Euro für hochmoderne Landtechnik aus (Quelle: Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau). 5.400.000.000 Euro! Ganz schön viele Nullen, die beweisen, dass die Digitalisierung der Landwirtschaft längst begonnen hat, oder?

Arbeiten in der Landwirtschaft heute

Farmer_Using_ComputerHeutzutage beginnt ein normaler Arbeitstag für viele Lohnunternehmer und Landwirte nicht auf dem Trecker, sondern am Computer. Mit einer Tasse frisch gebrühtem Kaffee und starken Nerven werden unter anderem Emails bearbeitet, online das Wetter gecheckt, Aufträge im Softwareprogramm angelegt und dann die Arbeitsanweisungen per App auf die Smartphones der Mitarbeiter geschickt. Was früher noch mühsam war, funktioniert heute mit einem Klick. Durch die schnelle Kommunikation kann so auch auf spontane Änderungen im Tagesablauf reagiert werden. Ist zum Beispiel Regen angekündigt, muss nicht mehr wild umhertelefoniert werden, sondern alle Mitarbeiter können mit nur einer Nachricht schnellstmöglich informiert sowie angewiesen werden, ihre Fahrgeschwindigkeit zu erhöhen. So können die “Schäfchen” noch rechtzeitig ins Trockene gebracht werden.

Die Drohne hoch über dem Acker

Nach Zahlen des Deutschen Bauernverbands hat sich die Zahl der zu ernährenden Bürger pro Bauer verdreifacht. Waren es 1980 noch rund 50 Bürger pro Bauer, sind es heute rechnerisch 144, die jeder Bauer versorgt. Demnächst könnte die Anzahl sogar auf mehr als 200 Menschen pro Bauer heranwachsen. Da jedoch nicht wesentlich mehr Dünger oder Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden darf, sind viele landwirtschaftliche Betriebe auf smarte, digitale Lösungen angewiesen, um der großen Nachfrage und dem verstärkten Dispositionsaufwand noch nachzukommen. Ganz nach der Gleichung „mehr Technik = mehr Effizienz und Ertrag“ wurde jeder Teil der Landwirtschaft langsam aber stetig digitalisiert und optimiert. So ist es kein Wunder, dass sich das Anlagevermögen in den letzten 20 Jahren auf vielen Höfen verdoppelt hat und die Digitalisierung längst zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Branche geworden ist.

Ein beliebtes Beispiel für den technischen Fortschritt in der Landwirtschaft sind Drohnen. Um die Ackerschläge im Blick zu behalten, bedienen sich viele Betriebe hochtechnisierter Fluggeräte, die mit Kameras ausgestattet sind und aus der Luft Daten über die Felder sammeln. Diese geben dann zum Beispiel Aufschluss über einen eventuellen Pilzbefall oder Schäden durch Wildtiere. Darüber hinaus können heute mit Hilfe der Drohnen sogar Bodenproben entnommen und direkt online abrufbar gemacht werden.

Der nächste Schritt: Vernetzung

Doch mit der Entwicklung von Drohnen ist der Innovationsschub der digitalen Landtechnik noch lange nicht am Ende. „Vernetzung“ lautet der nächste große Schritt, den die Landwirtschaft bereit ist, zu gehen. Neue Maschinen können bereits ganz ohne Fahrer auf dem Feld arbeiten. Dazu muss lediglich das GPS der Maschine eingeschaltet sein. Die durch die Drohnen gewonnenen Daten steuern dann die Maschinen auf den Zentimeter genau übers Feld. Derzeit wird sogar ein neues System getestet, mit dem es unbemannten Maschinen in Zukunft möglich sein soll, miteinander zu kommunizieren. So könnte während der Ernte zum Beispiel der Mähdrescher den Traktor “rufen”, um diesen anzuweisen, den vollen Kornspeicher zu leeren.

Doch ganz ohne Menschen geht es nicht

Die Digitalisierung vereinfacht viele Arbeitsprozesse und steigert Erträge, aber die neue Technik kann den Erfahrungsschatz und den gesunden Menschenverstand der Landwirte nicht so einfach ersetzen. Letztendlich muss jede noch so clevere Maschine von Menschen gerüstet, bedient und auch repariert werden. Fakt ist jedoch: die Landwirtschaft ist Vorreiter in der Digitalisierung und anderen Industriezweigen bereits um Längen voraus. Schon komisch, dass eine Branche, die in der Öffentlichkeit oft als rückständig und altbacken wahrgenommen wird, den „innovativen“ Branchen vormacht, wie modernes Arbeiten  funktionieren kann. Nicht wahr?

Praxis-Tipps von Landwirten: So meistern Sie den digitalen Wandel

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Worauf sollten Sie bei der Einführung einer Software achten und wie holen Sie vor allem Ihre Mitarbeiter an Bord? Zusammen mit trecker.com Nutzern haben wir einen Ratgeber produziert, in dem Landwirte über Ihre Erfahrungen berichten und wertvolle Tipps geben.

 

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