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Ab wann lohnen sich Drohnen? Machen sie Sinn und warum sollte man sich damit beschäftigen?

So viel steht fest: Den kleinen Maschinen, mit mehreren Rotoren, werden schon fast Zauberkräfte nachgesagt. Sie stehen, für den einen oder anderen, stellvertretend für die größte Innovation der Digitalisierung. Wenn man es auf die Landwirtschaft bezieht, so vermutet die Investmentbank Goldman Sachs, dass landwirtschaftliche Betriebe die zweitgrößte Nutzergruppe für Drohnen wird - und zwar weltweit.

Warum sollen Sie so erfolgreich werden und was können Sie jetzt schon? Um die Frage zu beantworten, musste ich mich selbst erstmal intensiv in das Thema einarbeiten und eins ist schnell aufgefallen: Das Thema hakt man nicht nebenbei an einem Nachmittag ab.

Die Möglichkeit, fast alles modifizieren zu können, gibt der Drohne ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten.

Mit den richtigen Kameras lassen sich Schläge und Flächen 2D bzw. 3D kartographieren. Bestimmte Scanner nehmen die Lichtreflexion des Pflanzenbestands und analysieren dabei besonders den “fast-Infrarot-Bereich”, um zu erkennen, wo Problemstellen im Bestand sind, sodass man früher und zuverlässiger mit der Schädlingsbekämpfung, oder anderen Rettungsmaßnahmen gegenwirken kann. Zu guter Letzt kann man durch Wärmebildkameras Wildvorkommen erkennen und früh dagegen vorgehen, um Rehkitze vor den Erntemaschinen retten.

Durch das Anbringen eines Tanks, wird die Drohne zum Helfer, für die Dünger- oder Pflanzenschutzausbringung.

Sie kann dann zielgenau und (auch hier durch Scanner unterstützt) effizient sowie sehr gleichmäßig einzelne Bereiche bearbeiten. Neben vielen anderen großen Vorteilen ist mitunter die “fehlende” Bodenverdichtung oder die teilflächenspezifische Behandlung von Schädlingen und Krankheiten hervorzuheben.

Theoretisch muss auch keine Arbeitskraft abgestellt werden, sobald eine Drohne erstmal ihren Auftrag hat. Einmal programmiert, arbeiten die mechanischen Helfer ganz alleine.

Wenn das theoretisch möglich ist, wie sieht es dann in der Praxis aus?

Zumindest in Deutschland ist noch nicht alles so klar geregelt, dass man sofort weiß, was man darf und was nicht. Allerdings gibt es erste Richtlinien und Verordnungen. Neben einer feuerfesten Plakette mit dem Namen und der Adresse des Besitzers, die jede Drohne haben muss, gibt es je nach Gewicht unterschiedliche Voraussetzungen für die Benutzung eines unbemannten Flughelfers.

Grundsätzlich gilt:

Die Drohne muss immer in Sichtweite des Piloten agieren und darf eine Flughöhe von 100 Meter nicht übersteigen.

Außerdem darf man in der Nähe von Wohngebieten keine Drohnen mit der Möglichkeit zur

  • Bild-,
  • Funk-,
  • Audioaufzeichnung

benutzen, es sei denn, man hat eine Sonderbescheinigung, die in bestimmten Fällen beantragt werden kann.

Ab einem Gewicht von 2 kg, braucht man des Weiteren einen geeigneten Pilotenschein, den man entweder in einem Luftsportverein machen kann, oder bei der deutschen Luftfahrtbehörde.

Alles, was 5 kg und schwerer ist, braucht eine Aufstiegsbescheinigung.

Interessant ist das Thema allemal, aber gibt es jetzt eine Faustregel, wann sich diese Anschaffung lohnt?

Eine wirkliche Antwort gibt es noch nicht. Da sich die Kosten und der Zeitaufwand stark unterscheiden, je nachdem, was man mit der Drohne machen möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden, wie viel Ihm die mögliche Optimierung seines Betriebes wert ist.

Für alle, die die Vorzüge gerne mal erleben wollen oder sich schlichtweg nicht so sehr in das Thema einarbeiten möchten, gibt es jedoch trotzdem Hoffnung: Es gibt bereits erste Firmen, die die Technik und das nötige Vorwissen stellen, die Messungen selbst durchführen und nur die Ergebnisse zurücklassen.

Mit etwas Glück etabliert sich dieses Geschäftsmodell auch bald in Deutschland.

Wir empfehlen: Einen Versuch ist es wert.

Haben Sie schon einmal Erfahrungen mit Drohnen gesammelt?

Oder haben Sie generell eine Meinung zu dem Thema? Dann lassen Sie alle in den Kommentaren daran teil haben!

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