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3 Milliarden mehr Menschen. Aber zu wenig Ernte.

Im Jahr 2050 werden fast 10 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Rund 3 Milliarden mehr als heute. Wir werden mehr Nahrung brauchen und die Agrarproduktion um rund zwei Drittel steigern müssen – das steht fest. Das Problem: weltweit gehen jährlich rund zwölf Millionen Hektar Agrarfläche verloren – durch Überweidung, ungeeignete Anbaumethoden, Erosion oder durch Straßen- und Städtebau. Setzt sich dieser Trend fort, würden die Ernten laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in den nächsten 25 Jahren um bis zu zwölf Prozent sinken.

Wie kann die Weltbevölkerung dann noch ernährt werden?

Diese Frage beschäftigt uns nicht zum ersten Mal. Oder besser gesagt: Wahrscheinlich hat die Landwirtschaft nie aufgehört, sich mit dieser Frage zu beschäftigen. Blickt man auf das letzte Jahrhundert zurück, so erkennt man eine erstaunliche Entwicklung:

Zeitstrahl: Anzahl Personen die ein Landwirt ernährt

1900

1950

2013

2050

Um 1900 ernährte ein Landwirt 4 Personen. 1950 hatte sich diese Zahl bereits mehr als verdoppelt. Und heute? Erzeugt ein Landwirt Nahrung für 145 (!!!) Menschen.

Um diese enorme Steigerung in der Erzeugung zu stemmen, durchlebte die Landwirtschaft bereits mehrfach revolutionäre Entwicklungen: Die Einführung der Dreifelderwirtschaft, die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln und Dünger, Zuchtfortschritte bei Pflanzen und Tieren. Zuletzt sorgten immer größere und präzisere Landmaschinen für höhere Erträge.

Um die Ernährung der stark wachsenden Bevölkerung auch in Zukunft zu sichern, reichen Verbesserungen an den Landmaschinen jedoch nicht mehr aus. Denn die Leistungskurve der Maschinen hat ihren Höhepunkt nahezu erreicht. Größer und schneller geht es kaum noch.

Die nächste landwirtschaftliche Revolution hat bereits begonnen: Digitalisierung

Agrarflächen werden weniger, nicht mehr. Maschinen lassen sich kaum noch höher rüsten. Wie soll es also weitergehen? Um die Lücke zu schließen, soll sich vor allem die Organisation und Präzision in der Landwirtschaft verbessern. Dadurch wird eine neuartige Dimension stark an Bedeutung gewinnen: die Digitalisierung. Denn werden Daten direkt auf dem Acker erfasst und an den Landwirt übermittelt, kann dieser seine Felder präziser bewirtschaften (sog. Precision Farming), Abläufe im Betrieb analysieren und seine Organisation optimieren.

Was für viele noch nach Zukunftsmusik klingt, hat bereits begonnen: Drohnen fliegen über den Acker und beobachten den Zustand der Pflanzen, Sensoren auf den Maschinen steuern die Pflanzenschutzspritzen und Apps wie beispielsweise trecker.com zeigen in Echtzeit alle wichtigen Informationen zu den einzelnen Feldern. Schon jetzt erhalten moderne Landwirte eine Vielzahl an Daten und Messwerten und werden dadurch auch immer mehr zu Datenmanagern.

Software unterstützt Landwirte bei der Betriebsführung

In Zukunft sollen Softwareanwendungen für eine immer stärkere Vernetzung der Daten sorgen und den smarten Landwirten so Entscheidungsgrundlagen für die Betriebsoptimierung liefern. Neben High-Tech-Maschinen versorgen intelligente Softwareanwendungen wie trecker.com Landwirte schon jetzt mit exakten Kennzahlen zu den Arbeitsabläufen im Betrieb sowie zu den entstandenen Kosten pro Schlag oder angebauter Kultur. Dadurch optimieren Landwirte ihre Produktionsprozesse (z.B. Wege- und Einsatzzeiten), identifizieren Kostenfresser und erkennen, welche Schläge und Kulturen sich wirklich lohnen. Vor allem in Bezug auf Arbeitszeit, Maschinenstunden und Betriebsmittel profitieren Landwirte von einem erheblichen Einsparpotential – finanziell wie zeitlich. Durch Technologieanwendungen im Rahmen des Precision Farming können wiederum Düngemittel und Pflanzenschutzmittel effizienter eingesetzt werden. Insgesamt führt dies zu einer höheren Produktivität und Ertragssteigerungen.

Nächster Halt: Von Big Data zu Smart Data

Noch steht die Landwirtschaft am Anfang der Digitalisierung. Mit viel Luft nach oben. Die Herausforderung an zukünftige Softwareentwicklungen wird es sein, Daten smart (sprich: intelligent) zu machen. Denn es geht nicht darum, einen riesigen Berg an Daten zu erzeugen (sog. „Big Data“), sondern darum, die richtigen Daten zu sammeln, sie miteinander zu kombinieren und leicht verständlich aufzubereiten. Nur so können Landwirte der Datenflut Herr werden und basierend auf den richtigen Daten clevere, erfolgsrelevante Entscheidungen treffen.

Quellen:

https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Broschueren/Welternaehrung-verstehen.pdf?__blob=publicationFile

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/201243/umfrage/anzahl-der-menschen-die-durch-einen-landwirt-ernaehrt-werden/

Praxis-Tipps von Landwirten: So meistern Sie den digitalen Wandel

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Worauf sollten Sie bei der Einführung einer Software achten und wie holen Sie vor allem Ihre Mitarbeiter an Bord? Zusammen mit trecker.com Nutzern haben wir einen Ratgeber produziert, in dem Landwirte über Ihre Erfahrungen berichten und wertvolle Tipps geben.

 

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